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Diese Tradition der Aufnahme in den Ballon-Adel geht auf die Geschichte zurück.
Frankreichs König Ludwig XVI. war von der Erfindung des Heißluftballons durch die Brüder Montgolfier vor weit über 200 Jahren ungeheuer beeindruckt. Nach der ersten Luftfahrt mit einem Schaf, einer Ente und einem Huhn an Bord wurden die ersten Menschen in die Luft geschickt. Als wenig später dann tatsächlich die erste Ballonfahrt erfolgreich verlief, erließ der König auf Drängen des Adels ein Gesetz, dass Ballonfahren nur den Blaublütigen erlaubt sei. Somit erhielt der neue Adel Rechte und Pflichten. Zu den Pflichten gehört, dass Sie Ihren Namen nie wieder vergessen. Ebenso dürfen Sie nie wieder vom Ballonfliegen sprechen, sonst ist eine Runde Taufwasser an die Anwesenden des Ballon-Adels fällig.
Und so funktioniert die Zeremonie um in den Ballon-Adel aufgenommen zu werden:
Nach jeder Ballonfahrt werden die Gäste die zum ersten Mal eine Ballonfahrt gemacht haben in den Adelsstand der Ballonfahrer durch die Zeremonie der Ballontaufe erhoben.
Den vergebenen Adelstitel:
z.B. Prinz Adelbert Herrscher der Lüfte über dem Weserbergland
dürfen die Passagiere nie wieder vergessen!
Das grundlegende Prinzip lautet "leichter als Luft". In der Hülle des Heißluftballon hat die erwärmte Luft eine geringere Dichte als die Umgebungsluft. Die heiße Luft im Ballon ist leichter als die Luft außerhalb der Hülle. Beim Gasballon befindet sich ebenfalls in der Hülle ein Gas geringerer Dichte. Diese Funktionsweise hat ihre Grundlage in der Theorie der Aerostatik, die nach einem Satz des Archimedes (287-212 v. Christus) definiert ist.
Noch heute sagen die Physiker "alles was leichter ist als Luft, fährt".
Ballonfahren bezeichnet die Luftfahrt mit Gasballonen und Heißluftballonen. In Deutschland sind Ballonfahrer im Deutschen Freiballonsport-Verband e.V. organisiert. Dort werden die Interessen der Ballonfahrer zentral vertreten. Beim Bundesluftfahrtamt in Braunschweig werden alle Ballone registriert und bekommen dort ein Kennzeichen zugeteilt mit dem Sie dann offiziell in die Lüfte gehen können.
Brenner
Herzstück jedes Heißluftballons ist der Brenner, er ist im Prinzip der Motor.
Die Brenner, von denen sich mindestens Zwei an Bord befinden, dienen zum Erhitzen der sich in der Hülle befindlichen Luft.
Die Betriebstemperatur, also die Temperatur die nötig ist, das der Ballon abhebet, ist abhängig von den Witterungsverhältnissen und liegt in der Regel zwischen 70C und 110C. Den Treibstoff (Gas) beziehen die Brenner aus den mitgeführten Gasflaschen.
Ein Clusterballon besteht aus einer großen Traube von aneinander befestigten, mit Helium gefüllten, Gummiballons. Anders als bei Heißluftballonen, die über ein Ventil, die Höhe verändern können, muss der Pilot beim Clusterballon zum Sinken einen Ballon aus der Traube abtrennen. Als Ballast wird hier ein Kanister Wasser mitgeführt, das je nach bedarf in kleinen Mengen ausgeschüttet wird um die höhe zu variieren.
Deutscher Freiballonsport-Verband e.V.
Der Deutsche Freiballonsport-Verband (DFSV) vertritt heute zirka 300 Vereine, Gruppen und Haltergemeinschaften. Mehr als 2.500 Mitglieder sind über die Vereine oder als Einzelmitglieder in der Interessenvertretung organisiert. Über 1.300 Ballone, davon 55 Gasballone, sind beim Luftfahrt-Bundesamt gemeldet.
Behälter, die den Treibstoff (Gas) für den Brenner liefern. Je nach Bedarf werden Behälter mit einem Fassungsvermögen zwischen 30l, 50l oder 70l mitgeführt. Das Gefahrenrisiko, der Behälter ist sehr gering.Genormte Brennstoffbehälter erlauben den Nutzen in der EU und sind somit nicht mehr TÜV-Abnahme pflichtig.
Die Fuchsjagd ist eine Wettbewerbsform beim Ballonfahren. Der sogenannte „Fuchs“-Ballon beginnt die Wettbewerbsfahrt mit einem Zeitvorsprung und markiert seine Landeposition mit einem Zielkreuz, für die teilnehmenden Ballone. Gewonnen hat das Team, welches sein Säckchen oder auch Marker genannt so nah wie möglich am Kreuz platzieren kann. Ein sogenanntes Messteam fungiert als Schiedsrichter. Das Team misst die Abstände der einzelnen Markierungen und achten darauf das alles regelkonform abläuft.
Am 19.Septeber 1783 startet der erste Heißluftballon. Dieser wurde von den Brüdern Montgolfier entwickelt und gebaut. Jungfernfahrt hatte der Ballon an einem Ort namens Annonay in Frankreich. Den Antrieb für diesen Ballon gewann man aus brennendem Stroh und gekämmter Wolle. Die Brüder Montgolfier nahmen an, das der aus dem brennendem Stroh und Wolle entstandene Rauch, den Ballon in die Lüfte stiegen ließ und nicht die entstandene Wärme. Um kein Risiko einzugehen waren die ersten Passagiere ein Hahn, eine Ente und ein Hammel.
Nach der ersten erfolgreichen Fahrt wagten dann am 20.September.1783 Pilâtre de Rozier und der Marquis d`Arlandes zum ersten mal eine Fahrt mit dem Heißluftballon. Die Flugdauer betrug ca.12min und der Ballon erreichte eine Hohe von ca. 2000m.
Nach diesem Meilenstein in der Geschichte der Luftfahrt, ordnete König Ludwig XVI weitere Experimente mit dem Ballon in Paris an.
Eine Standart Ballonhülle hat ein Gewicht von ca 150-200 kg und besteht aus drei Materialien.
Der untere Teil des Ballons, besteht aus Aramidfasern um die Feuerfestigkeit zu garantieren.
Der mittlere Teil besteht aus Nylon-Perlon-Ripstop. Dieser Stoff ist sehr leicht und reißfest.
Der obere Teil besteht aus Hyperlast, einem Gewebe, das sehr hitzebeständig und dehnbar ist. Um den Korb vor der Landung ausrichten zu können ist die Hülle mit Drehventilen ausgestattet, so wird ein drehen um die Hochachse des Ballons ermöglicht.
Ballone sind beim Bundesluftfahrtamt in Braunschweig zu regestrieren. Dort bekommen die Ballone ein Kennzeichen zugeteilt, das sich wie folgt zusammensetzt:
D steht für Deutschland, O steht für Freiballon und die anderen drei Buchstaben werden frei vergeben.
z.B. D-OAOD
Beim Ballonfahren gibt es keine Altersbeschränkungen, lediglich der Pilot entscheidet wer mitfahren darf oder nicht. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sollten jedoch in Begleitung einer Aufsichtsperson mitfahren.
Einen Ballon selber zu fahren ist bereits ab 17 Jahren möglich, in diesem alter kann man die Lizenz erhalten.
Die Ausbildung ist bereits ab 16 Jahren möglich.
Der Korb besteht aus einem sehr flexiblen Weidengeflecht, das sehr leicht und strapazierfähig ist. Dadurch dämpft der Korb den Aufprall der Landung.
Beim Ballonfliegen werden in der Regel Körbe benutzt, die durchschnittlich 4 Passagiere tragen können.
In diesen Körben können sich die Passagiere in der Regel frei Bewegen.
Bei Großballonen gibt es weitaus größere Körbe, mit ihnen ist es möglich bis zu 12 Passagiere zu befördern. Diese Körbe haben getrennte Abteile, in denen 2-4 Personen platz finden. Vergleichbar mit einer Wasserkiste.
Um den Ballon sicher zurück auf den Boden zu bringen lässt der Pilot langsam Luft über die Ventile aus der Hülle – eine langsame Sinkfahrt beginnt.
Am Boden angelangt öffnet der Ballonfahrer den Parachute damit große Mengen Luft zügig entweichen können.
Die Brüder Joseph Michel Montgolfier (* 26. August 1740 in Annonay bei Lyon, † 26. Juni 1810 in Balaruc-les-Bains) und Jacques Étienne Montgolfier (* 6. Januar 1745 in Annonay, † 2. August 1799) waren die Erfinder des Heißluftballons, der Montgolfière.
Joseph Michel und Jacques Étienne Montgolfier wurden in Naturwissenschaften und Architektur ausgebildet und leiteten gemeinsam eine Papierfabrik, die bereits seit 1557 im Familienbesitz gewesen war. Quelle: wikipedia.de
Ballonfahrer navigieren mit Hilfe von GPS-Geräten, Variometern und einem barometrischen Höhenmesser.
GPS-Systeme ermitteln die aktuelle Position, Geschwindigkeit und die Flugrichtung.
Variometer dienen zum Anzeigen der Steig- und Sinkgeschwindigkeit.
Mit Hilfe des barometrischen Höhenmesser wird wie der Name schon sagt die Höhe gemessen.
Nightglow
Das Nightglow, ein kunstvoll inszeniertes und zu Musik choreographiertes Ballonglühen.
Das Nightglow ist häufig Höhepunkt und Abschluss jeder Ballonveranstaltung.
In der Dunkelheit werden die Ballone auf dem Gelände positioniert und aufgerüstet.
Das Erlebnis beginnt. Zum Rhythmus der Musik zünden die Piloten ihre Brenner, so dass die Ballonhülle am Abendhimmel erleuchtet.
In der Regel haben Heißluftballons eine Fahrthöhe von ca. 150 m bis 3000 m.
Bei Gebirgsüberquerungen wie z.B. der Alpen sind aber auch Fahrthöhen von 6000 m einzuhalten.
In solchen Höhen ist jedoch eine Sauerstoffmaske zu tragen.
Um Ballonpilot zu werden, benötigt man eine Privat-Piloten-Lizenz PPL-D.
Die Dauer der Ausbildung liegt in der Regel zwischen 1 bis 1 ½ Jahren.
Praktische Ausbildung:
Beim Heißluftballon umfasst die Fahrausbildung mindestens 20 Stunden Fahrzeit sowie 20 Aufrüstungen und mindestens 50 Starts und Landungen.
Theoretische Ausbildung:
Weiterhin muss an einem Theoriekurs mit mindestens 60 Unterrichtsstunden teilgenommen werden.
Themen:
Luftrecht, Luftverkehrs- und Flugsicherheitsvorschriften, einschl. Rechtsvorschriften des beweglichen Flugfunkdienstes und die Durchführung des Sprechfunkverkehrs bei Fahrten nach Sichtflugregeln
Meteorologie
allgemeine Luftfahrzeugkenntnisse, Technik
Navigation
Verhalten in besonderen Fällen
menschliches Leistungsvermögen
Prüfung
Im Anschluss an den Theoriekurs findet die theoretische schriftliche Prüfung statt.
Nach bestandener Theorieprüfung kann die praktische Prüfung erfolgen. Dabei ist eine Fahrt mit einem Prüfungsratsmitglied notwendig, in der der Schüler beweisen muss, dass er den Ballon selbstständig aufrüsten, führen und landen kann.
Qualität/ Sicherheits-Standards
Ein Ballon muss alle 100 Betriebstunden und mind. Einmal im Jahr von einem Prüfer des Luftfahrbundesamtes überprüft werden.
Es werden alle tragenden Teile wie z.B. der Korb und die Korbseile, das Gassystem, Aufhängungen und die Manövriersysteme kontrolliert.
Die Hülle muss bei 350 Betriebstunden einem Grap-Test, also einer Reißprobe unterzogen werden.
Dieser Ballon, eine Mischung aus Heißluft- und Gasballon, ist nach einem der zwei Ballonfahrt-Pioniere Pilâtre de Rozier benannt.
Diese Ballonart ist besonders für sehr lange Fahrten geeignet, wie z.B. Weltumrundungen und Atlantiküberquerungen.
1999 gelang dem Pilotenteam Bertrand Piccard und Brian Jones die erste Weltumrundung in einem Roziere.
Sind Ballons, die in ihrer Form von den klassisch birnenförmigen Ballonen abweichen.
So werden z.B. Tiere, Gebäude, Flaschen und viele andere Formen nachgebaut.
Sonderformen sind jedoch schwieriger zu kontrollieren als die klassische Variante.
Segelflieger nutzen die Thermik um ihre Flugzeit zu verlängern bzw. aufzusteigen.
Für Heißluftballone kann die Thermik jedoch zum Problem werden.
Da warme Luft vom Boden aufsteigt ist das Temperaturverhältnis zwischen der Hülle und Umgebung verändert und kann so zu einem Absinken des Ballons führen.
Die Lebensdauer einer Ballonhülle ist zeitlich begrenzt. Die Reißfestigkeit der Hülle wird durch zu hohe Temperaturen gemindert. Die UV-Strahlung wirkt sich gleichermaßen negativ wie Übertemperaturen auf die Lebensdauer einer Ballonhülle aus.
Anders als im Flugzeug oder Auto besteht im Ballon keine Gurt-Pflicht, es befinden sich lediglich Halteschlaufen am Korb.
Rauchen und spitze Gegenstände sind Verboten.
Wichtig ist natürlich das man den Anweisungen der Piloten folge leistet und sich angemessen verhält.
Mit dem Ballon fährt man nur bei schönem Wetter. Das sind die Voraussetzungen für ein unvergessliches Erlebnis.
Informationen über das Wetter sollten unbedingt vor jedem Start eingeholt werden.
Sollte es z.B. anfangen zu regnen könnte sich die Hülle voll saugen was ein Absinken des Ballons mit sich führen würde.
Der größte Ballon der Welt heißt "Miss Champagne" und hat ein Volumen von ca. 85.000 m³.
Im Vergleich haben andere Heißluftballone ein durchschnittliches Volumen von ca. 3000-5000 m³.
Den Antrieb für diesen Riesen lieferten 10 Brenner mit jeweils 38 l Propangas.
Um den Ballon aufrüsten zu können war ein Team von 60 Personen von Nöten.
Aufgrund des enormen Aufwands startete der Riesenballon nur ein einziges mal.
Viele nehmen an es sei in einem Ballonkorb sehr windig und kalt, jedoch ist genau das Gegenteil der Fall.
Da sich der Ballon der Windgeschwindigkeit anpasst und in der Regel nur bei gutem Wetter gefahren wird spürt man den Wind im Korb nicht und es ist auch nicht sehr kalt.